Die frostbeständigen Drainagemörtel sind die perfekte Kombination zu unseren Pflasterfugenmörtel. Das Duo mit der 5 Jahre System-Garantie.

Die System-Lösungen

Durch dauerhafte, starke Beanspruchung entstehen die häufigsten Schäden an Pflasterdecken. Schäden wie Spurrillen, Setzungen, lockere, verkantete Steine und Verschiebungen innerhalb der Pflasterfläche sind die Folge. Deshalb muss bereits bei der Planung auf den richtigen Aufbau für die Pflasterfläche geachtet werden. Mit dem drainagefähigen Bettungsmörtel ROMEX® - TRASS-BETTUNG bieten wir Ihnen die Sicherheit für eine dauerhafte Pflasterverfugung. Als einziger Hersteller bieten wir eine 5 Jahre System-Garantie bei Einbau der ROMEX® - TRASS-BETTUNG in Kombination mit unserem Pflasterfugenmörtel an. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass der richtige Aufbau der Garant für eine stabile Pflasterfläche ist.

Produkte

Die ROMEX® - TRASS-BETTUNG ist ein frostbeständiger Dränagemörtel zur Herstellung einer gebundenen Bettung.

  • verhindert Frostschäden
  • vermindert Ausblühungen
  • stark wasserdurchlässig)
  • Druckfestigkeit über 35 N/mm2

Farbe: betongrau
Standardgebinde: 40 kg Sackware

Produktdatenblatt
Sicherheitsdatenblatt
Musterleistungsverzeichnis

Der ROMEX® - TRASS-BETTUNG-COMPOUND ist ein Bindemittel zur Herstellung eines frostbeständiger Dränagemörtel im Mischungsverhältnis 1 Volumenanteil Compound und 4 Volumenanteile Füllstoff, wie z.B. Splitt oder Rollkies.

  • verhindert Frostschäden
  • vermindert Ausblühungen
  • stark wasserdurchlässig

Farbe: betongrau
Standardgebinde: 25 kg Sackware

Produktdatenblatt
Sicherheitsdatenblatt
Musterleistungsverzeichnis

Die ROMEX® - HAFTSCHLÄMME ist eine Trasszement haltige, kunststoffvergütete Haftbrücke zur Verlegung von Natur- und Betonsteinplatten. Sie sorgt wie eine Art Klebstoff für die optimale Verbindung zwischen Bettung und Stein.

Farbe: betongrau
Standardgebinde: 25 kg Sackware

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Der richtige Aufbau

Grundlagen für dauerhafte Pflasterdecken in gebundener Ausführung


Einleitung

Verkehrswegebefestigungen in Pflasterbauweise sind dem Fachgebiet des Straßenbaus zuzuordnen. Der Straßenbau beinhaltet die Bemessung, die Herstellung und die Erhaltung des Verkehrswegenetzes für Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger. Die Bedürfnisse der Nutzer von Verkehrswegebefestigungen sind Sicherheit und Nutzungskomfort. Deshalb gehört es zu den Aufgaben der am Straßenbau Beteiligten, entsprechende Verkehrswegebefestigungen zu schaffen und zu erhalten. Diese Verkehrswegebefestigungen müssen demnach im vorgesehenen Nutzungszeitraum die Eigenschaften Standfestigkeit, Tragfähigkeit, Frostsicherheit, Ebenheit und Griffigkeit aufweisen – und zwar unabhängig von der Art ihrer Nutzung und Befestigung.

Um dies zu erreichen, sind eine gute Planung, eine gründliche Arbeitsvorbereitung, eine sorgfältige Bauausführung sowie die Anwendung der maßgebenden Regelwerke unerlässlich. Pflasterdecken können in ungebundener oder gebundener Ausführung hergestellt werden. Dabei stellt die ungebundene Ausführung die Regelbaweise dar. Gebundene Pflasterdecken werden für besondere Anwendungsbereiche hergestellt und weisen eine Reihe von Vorteilen gegenüber ungebundenen Pflasterdecken auf:

  • sichere Begehbarkeit der Pflasterungen für Fußgänger
  • kein Unkrautwuchs in den Fugen
  • kein Auswaschen der Fugen durch Erosion
  • gute Aufnahme von Schub- und Scherkräften ohne Verschiebung der Pflasterungen
  • Beständigkeit gegenüber Kehrmaschinen und Hochdruckreinigern

Auch das Technische Regelwerk wurde entsprechend dieser Entwicklung ergänzt, und zwar durch das im August 2007 erschienene FGSV-Arbeitspapier „Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen in gebundener Ausführung“. Mit dieser Ausarbeitung von ROMEX® wollen wir im Detail auf die Verfugung und Befestigung von Pflasterungen im Außenbereich mit Kunstharz-Pflasterfugenmörteln eingehen und Sie über diese noch relativ junge, erst 30 Jahre alte Verfugungsweise informieren.


Untergrund / Unterbau

Der anstehende Boden ( Untergrund ) muss für die darauf aufzubringende Pflasterkonstruktion – den so genannten Oberbau – fachgerecht vorbereitet werden. Er ist somit profilgerecht, eben und tragfähig herzustellen. Dies gilt in gleicher Weise für einen evtl. herzustellenden Unterbau, der z.B. aufgrund besonderer örtlicher Verhältnisse erforderlich sein kann. Die fachgerecht hergestellte Oberfläche des Untergrundes/Unterbaus wird als „Planum“ bezeichnet. Das Planum muss in der Regel die gleiche Neigung und Neigungsrichtung aufweisen wie die spätere Pflasterdecke ( profilgerecht ). Die Pflasterdecke ist grundsätzlich mit einer Neigung von 2,5 %, 3,0 % oder 3,5 % auszuführen, je nach Art der verwendeten Pflastersteine. Ist der anstehende Boden frostgefährdet, wird das Planum mit einer Neigung von mindestens 4 % ausgeführt, damit das aus dem Oberbau ankommende Wasser schneller abfließen kann. Alle Schichten über dem Planum, einschließlich der Pflasterdecke, können aber dennoch mit der für die Pflasterdecke gültigen Regelneigung ausgeführt werden.

Das Planum muss möglichst eben hergestellt werden, damit aus dem Oberbau ankommendes Wasser nicht unnötig lange in Vertiefungen stehen bleibt und dort die Tragfähigkeit und Frostsicherheit der Pflasterkonstruktion gefährdet. Die Abweichungen von der Sollhöhe dürfen nicht mehr als + 3 cm betragen.


Allgemeines

Pflasterdecken in gebundener Ausführung werden unter Verwendung von Baustoffgemischen mit Bindemittel für die Bettung und die Fugenfüllung (Bettungs- und Fugenmörtel) hergestellt. Mischbauweisen, bei denen lediglich Bettung oder Fugenfüllung aus einem Baustoff mit Bindemittel bestehen, entsprechen nicht der Regelbau weise, können aber je nach Gegebenheiten vor Ort erfolgreich eingesetzt werden. Pflasterdecken in gebundener Ausführung erfordern besondere Sorgfalt und fundierte Fachkenntnisse bei Planung, Ausschreibung und Auswahl der Baustoffe sowie bei der Ausführung. Pflastersteine für gebundene Pflasterdecken sollten die übliche Größe nicht überschreiten (maximale Kantenlänge 320 mm). Für gebundenen Pflasterdecken mit größeren Steinen liegen noch keine ausreichenden Erfahrungen vor. Eine gebundene Pflasterdecke verhält sich im Gegensatz zur ungebundenen Ausführung wie eine steife Platte (ähnlich der Betondeckenbauweise, daher auch häufig als „starre Bauweise“ bezeichnet). Dies muss bei der Planung der Einfassungen, der Einbauten und bei der Ausbildung von Bewegungsfugen berücksichtigt werden.

Bettungs- und Fugenmörtel sind so zusammenzusetzen, herzustellen und zu verarbeiten, dass sie die notwendigen Materialeigenschaften im fertigen Bauwerk aufweisen. Insbesondere ist hierbei das Erreichen einer ausreichenden Haftzugfestigkeit zwischen den Pflastersteinen und dem Bettungsmörtel einerseits und den Pflastersteinen und dem Fugenmörtel andererseits von Bedeutung. Einfluss auf die Haftzugfestigkeit haben u. a. Witterungs- und Einbaubedingungen, Art, Geometrie und Oberflächenbeschaffenheit der Pflastersteine sowie die Mörtelzusammensetzung. Daher sollten für die Beurteilung der Eignung von Bettungs- und Fugenmörteln nicht nur die im Labor ermittelten Produkteigenschaften herangezogen werden, sondern auch solche, die unter baustellenähnlichen Bedingungen bzw. im fertigen Bauwerk ermittelt worden sind. Dies gilt insbesondere für die Haftzugfestigkeitswerte.


Bettung

Die Aufgaben der Bettung bestehen darin, die auf der Pflasterdecke anfallenden Lasten mit ausreichendem Widerstand gegen Verformung in die Unterlage abzuführen sowie einen Ausgleich zwischen den verbliebenen Unebenheiten der oberen Tragschicht und der Pflasteroberfläche zu schaffen. Zur Herstellung einer gebundenen Bettung können unterschiedliche Mörtelarten verwendet werden:

  • hydraulisch gebundener Mörtel,
  • kunststoffmodifizierter, hydraulisch gebundener Mörtel oder
  • kunstharzgebundener Mörtel (schnellste Endaushärtung (≥ 24h), gute Haft- und Biegezugwerte)

Die Ausgangsstoffe für jede Art von Bettungsmörtel müssen den entsprechenden technischen Regeln, z.B. Normen, entsprechen. Zur Abschätzung der grundsätzlichen Eignung eines Bettungsmörtels dient die Ermittlung bestimmter Produkteigenschaften unter definierten Laborbedingungen. Bettungsmörtel müssen hinsichtlich der Druckfestigkeit, der Haftzugfestigkeit, des Widerstandes gegen Frost-Tau-Wechsel sowie hinsichtlich der Wasserdurchlässigkeit bestimmte Anforderungen erfüllen. Diese sind in dem FGSV-Arbeitspapier „Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen in gebundener Ausführung“ (Ausgabe 2007) beschrieben. Das Arbeitspapier gibt zudem Empfehlungen für die Einhaltung der Anforderungen im fertigen Bauwerk. Die Verarbeitung des Bettungsmörtels erfordert grundsätzlich eine ausreichend hohe Temperatur der Luft, der Unterlage sowie der zu verarbeitenden Materialien. Diese beträgt für hydraulisch gebundene Bettungsmörtel mindestens + 5° C und für kunstharzgebundene Bettungsmörtel mindestens +1 °C (Herstellerangaben beachten). Bei Verwendung spezieller Bettungsmörtel kann eine Verarbeitung bei geringerer Umgebungstemperatur möglich sein. Bei niedrigeren Temperaturen ist generell eine Verlängerung der Erhärtungszeit des Bettungsmörtels zu berücksichtigen. Bei gefrorener Unterlage (< 0 °C) dürfen Bettungsmörtel nicht verarbeitet werden. Bei hydraulisch und kunstharzgebundenen Bettungsmörteln ist die Ausführung der Arbeiten so zu koordinieren, dass der Erstarrungsbeginn des Bettungsmörtels erst nach dem höhenmäßigen Ausrichten und Festsetzen der Pflastersteine einsetzt.